
Hier die Story der WG St. Pauli:
Sie kennen sich noch aus dem letzten Jahrtausend: Fünf ehemalige Ikonen der Hamburger Szene wohnen im Alter zusammen in einer WG auf St. Pauli. Wie das?
Als die Kinder ausziehen, holen Petra und Kai ihre alten Weggefährten Beate und Frank in ihre nun zu große Wohnung. Was als nostalgischer Witz begann, wird zur radikalsten Entscheidung ihres Lebens: gemeinsam alt werden statt vereinsamen.
Und dann kommt Silke. Noch weit vor Corona hatte sie mit ihrem langjährigen Partner die Hansestadt verlassen, um auf Weltreise zu gehen. Nun ist sie zurück: Single – und pleite. Und findet Unterschlupf bei ihren alten Freunden…
Die Kamera beobachtet, wie diese fünf Menschen versuchen, sich wieder anzunähern um gemeinsam alt zu werden – ohne dabei leise, harmlos oder angepasst sein zu wollen.
WG St. Pauli ist eine fortlaufende Serie, geschnitten aus liebevoll per Hand und mit Herz dank künstlicher Intelligenz generierter Einzelclips. Ja: Viel Arbeit. Aber es ist wichtig, auch solche Geschichten, die „jenseits der 50“ spielen, zu erzählen. Hier ist es eine Mockumentary über Freundschaft mit Geschichte, Begehren mit Patina und den Mut, auch mit ergrauenden Haaren noch unvernünftig zu sein.
Wer ist wer?
Ich heiße Silke.
Ich bin Ende fünfzig und eigentlich immer unterwegs, nur jetzt gerade nicht.
Ich weiß, dass ich hier neu bin. Und dass ich generiert bin, wie die anderen auch.
Und darum habe ichmanchmal auch einen Finger zu viel an einer Hand. Egal.
Früher habe ich gesagt, ich werde niemals alt. Dann habe ich einfach weitergelebt, bis es passiert ist.
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Ich heiße Petra.
Ich bin Anfang fünfzig und Altenpflegerin, was die anderen – glaube ich – sehr praktisch finden. Ich habe keine Zeit, weich zu sein.
Ich halte diese WG zusammen. Mit Liebe und Struktur.
Ich lächle nicht, weil das hier kein Trostprogramm ist. Ich bin kein Hintergrund. Ich bin der Rahmen.
Und die Wohnungsgeberin, gemeinsam mit meinem Partner Kai.


Moin. Ich bin Kai. Ende 50.
Mein Spitzname ist „Mauer“, weil ich meistens stehenbleibe, wenn andere rennen.
Ich bin Ende fünfzig und mein zweites Wohnzimmer ist der Hamburger Hafen. Denn hier arbeite ich auch.
Ich mag es, wenn alles laut ist. Dann merkt man nicht, wie alt man wird.
Ich bin kein Chaos.
Ich halte es nur aus.
Ich heiße Beate.
Ich sitze hier, weil das der einzige Ort ist, an dem niemand etwas von mir will. Und: Sprecht mich bitte nicht auf mein Alter an.
Die anderen nennen mich kühl.
Ich nenne es: in Ruhe gelassen werden. Als Friseurmeisterin muss ich tagsüber genug reden. Und stehen. Drum hab´ich auch Knie.
Und ich habe keine Lust mehr auf Männer, die glauben, sie müssten mich verstehen. Oder überhaupt. Die können mich alle mal an die Füße fassen.
Ich bin kein Rätsel.
Ich bin einfach hier.


Ich heiße Frank.
Ich bin Anfang sechzig und arbeite, wenn die anderen schlafen. Am Computer. Drum hab´ich auch Rücken.
Ich bin selbständiger Coder. Ich kenne meine Prompts.
Das erklärt, warum ich mich manchmal wie ein Kommentar fühle, der nie ganz fertig ist.
Ich mag Ordnung.
Und Dinge, die man nicht sofort versteht.
Die anderen nennen mich sarkastisch.
Ich nenne es: präzise.
Wenn hier Chaos entsteht, schaue ich zu. Oder mache mit. Ideen habe ich so einige – und kaum welche davon sind jugendfrei.
Und nun zur Autorin
Hi, ich bin Kim.
Autorin, Nachteule und die Stimme hinter WG St. Pauli.
Ich schreibe über Menschen, die zu viel erlebt haben, um brav zu werden – und zu neugierig sind, um aufzuhören. Über Freundschaften mit Macken, Begehren mit Geschichte und Wohnungen, in denen die Vergangenheit an den Wänden klebt.
Meine Figuren sind älter geworden, aber nicht leiser. Sie streiten, lieben, zweifeln, lachen – und erinnern uns daran, dass Rebellion kein Alter kennt, sondern nur neue Formen.
WG St. Pauli ist meine Liebeserklärung an all jene, die nie in Schubladen gepasst haben – und es auch heute noch nicht wollen.
Schön, dass du da bist.

Ich schreibe und produziere die „WG St. Pauli“ unabhängig und ohne Budget. Daher wäre es voll knorke, wenn ihr mich und die WG ein klein wenig finanziell unterstützt.
Und wie das geht, erfahrt ihr hier: